GEDANKENKABINETT Nichts muss bleiben, wie es ist
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Time of Waits

 

Eine Hommage an Tom Waits' Musik und Reminiszenz an die Beatgeneration

 

Aus dem Klappentext:

Der junge, arbeitslose Dachdecker, Kiffer und Denksüchtige Jacob M. Rabe lebt in einer deutschen Stadt in unserem Zeitalter ein nicht viel außergewöhnlicheres Leben als seine Freunde oder sein WG-Mitbewohner David. Bis er auf einmal, nach einer Begegnung mit einer seltsamen alten Frau, des Nachts philosophisch induzierte Träume bekommt. Als dann auch noch der Krieg in Deutschland ausbricht, gerät sein Alltag ins Wanken und auch sein Selbstbild.

 

Illustriert von Beatrice Gentry

https://www.facebook.com/pages/Beatrice-Gentry/834901886555661

Time of Waits (Hörbuch)
Hörbuchproduktion als Homerecording Projekt "Time of Waits" von Despina Sivitanides produziert von Leonard Schärf
Time of Waits Hörbuch 6.mp4.zip
Archivdatei im ZIP Format [88.4 MB]

Exposé für einen modernen Bildungsroman

Time of Waits

 

‚Time of Waits’(Arbeitstitel) ist dem Konzept nach ein moderner Bildungsroman.

Thematisiert wird die Entwicklung der zentralen Figur Jacob. Seine Entwicklung vollzieht sich über die Auseinandersetzung mit den verschiedensten Welt- und Randbereichen und wird besonders über das außergewöhnliche Verhältnis zu seiner Umwelt bestimmt.

In diese Entwicklungsthematik ist eine stille Liebesthematik gewoben, welche die Ursprungsthematik unterstreicht und vervollkommnet. ‚Time of Waits’ ist kein Liebesroman, allerhöchstens ein Liebesroman ohne Liebe.

Die bevorzugte Zielgruppe umfasst, orientiert am Genre, in dem sich ‚Time of Waits’ thematisch bewegt, junge Leute, die mitten im Leben stehen auf festem Grund, aber merken, wie brüchig er in Wirklichkeit ist. Sich nach etwas Unaussprechlichem sehnen und etwas verändern wollen, ohne zu wissen was. Unzufrieden sind, aber nicht bestimmen können, was ihre Situation verbessern würde. Sich nach Liebe verzehren, aber sie nur schwer aushalten. Philosophie- und Bluesliebhaber und Kritiker, Tarantino Fans und Beatniksverehrer. Kurz: ‚Time of Waits’ ist ein moderner Bildungsroman für gesellschaftskritische, junge Leute und ebenso kritische, bitterlustig gewordene Ältere.

Dieser Roman beschäftigt sich vor allem mit der praktischen Übertragung von Philosophie (u. a. Nietzsche, Kant, Hume, Skeptizisten, Antike) auf unsere Zeit und meine Generation. Die Hauptidee, die zum Erstellen führte, war, eine neue Philosophie der Lebenshaltung für eine neue Zeit an die Masse meiner Generation (End 70/80er) zu bringen. Für viele Vertreter meiner Generation ist ‚Philosophie’ ein sehr diffuser Begriff, der nichts mit ihrem Leben zu tun hat. Deshalb wird ‚Philosophie’ in dem Roman durch die dargestellten Lebensweisen und Entwürfe gespiegelt und der Leser auf diese Weise über die Hintertreppe gewonnen. Um auch lesefaule Genreliebhaber zu erreichen, werden ‚sex, drugs, crime and a bit of mystic’ als Quasi-Lesefänger durch den Roman gezogen.

Die thematische Ebene des Romans ist von hoher Aktualität, — sie umfasst die Kritik am allgemeinen Werteverlust, Drogenkonsum und Sucht bei jungen Menschen, Orientierung in einer sich rasch wandelnden Welt und Selbstbildprägung mittels Randgruppen, Identitätsfindung und die alles durchdringende Einsamkeit in der modernen Gesellschaft.

Dieses Romanprojekt ist ein lang durchdachtes und immer wieder erweitertes Projekt. Es ist möglich und angedacht, das Konzept zur Reihe auszuweiten, da das Themenfeld klar umrissen ist und vorwiegend ein einheitliches Erscheinungsbild gewährleistet werden kann. Dieses kann hervorragend durch die Illustration gewonnen werden, weil die zentrale Figur Jacob als ein einzigartiger Typ, der so vorher nie in der Literatur da gewesen ist, konzipiert ist und deshalb Kultcharakter besitzt. Da die Erzählhaltung der des film noirs stark ähnelt, war das Illustrationskonzept leicht festzulegen.

Die Musik von Tom Waits, Blueshaltung im Allgemeinen, nimmt sowohl thematisch, als auch stilistisch einen großen Platz in ‚Time of Waits’ ein. Ich greife in meinem Roman die Tradition von George Eliot wieder auf. Für mich als Schriftstellerin und Germanistin ist es interessant, als Frau aus der Perspektive eines Mannes zu schreiben, und das im doppelten Sinn: als männlicher personaler Erzähler und als Hauptfigur Ich-Erzähler. Mehrperspektivität, und darüber hinaus die verschiedenen Hauptfiguren mit einer jeweils anderen sprachlichen Form darzustellen, führt dazu, dass in dem Roman prosaische und lyrische Elemente, verschiedene Erzählformen und Stile unverwechselbar miteinander verwoben werden.

 

Im Glück nicht stolz sein, im Leid nicht zagen, das Unvermeidliche mit Würde tragen, das Rechte tun, am Schönen sich erfreuen, das Leben lieben und den Tod nicht scheuen und fest an Gott und bess're Zukunft glauben, heißt Leben, heißt dem Tod sein Bitt’res rauben.

(Carl Streckfuß)

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